Um den ehrgeizigen Klimazielen gerecht zu werden, wird sich auch der Klimapakt in der nächsten Phase von 2021 bis 2030 gezielt weiterentwickeln. Drei Bereiche rücken verstärkt in den Fokus.

  • Der Klimapakt 2.0 soll eine verbesserte Quantifizierung der Ergebnisse ermöglichen. Angestrebt werden eine optimierte Datenlage sowie eine bessere Verfolgung anhand von Indikatoren. Dazu sollen Daten effizienter erhoben, Monitoring und Controlling verfeinert werden. Die Gemeinden arbeiten hierzu zur Dokumentation ihrer eigenen Verbrauchsdaten beispielsweise bereits mit der Software EnerCoach. Zukünftig werden weitere kommunalspezifische Daten angestrebt, welche zentral gesammelt und aufbereitet werden, um den Aufwand für die Gemeinden zu reduzieren. Dadurch wird ebenfalls die Vergleichbarkeit erhöht.
  • Des Weiteren steht die stetige Verbesserung des Arbeitsrahmens für die Gemeinden auf der Agenda. Dabei spielt das Entwickeln von Monitoring-Werkzeugen ebenso eine Rolle wie die verstärkte Kooperation mit Partnern, wie dem SIGI, Klimabündnis, CELL, IMS oder der EBL. Unter den Klimaberatern – die seit dem Beginn des Klimapaktes den Gemeinden fachlich zur Seite stehen – soll es in Zukunft verstärkt themenspezifische Experten geben, um die Gemeinden beispielsweise in den Bereichen Mobilität oder “Circular Economy” noch besser zu begleiten.
  • Ein weiterer zentraler Punkt ist das Anstreben von mehr Bürgerbeteiligung. Den Gemeinden soll noch intensiver dabei geholfen werden, ihre BürgerInnen dazu zu ermutigen, eine aktive Rolle im Klimaschutzbereich einzunehmen. Geplant sind beispielsweise neue Kooperationsmaßnahmen, wie Kampagnen oder Wettbewerbe. Zudem sind ganz praktische Unterstützungspakete vorgesehen. Hier stehen unter anderem Hilfen bei der Bildung von Energiekooperativen oder anderer konkreter und substantieller Projekte auf dem Programm.
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